Chill and Grill

Chill: In den letzten Jahren für mich zum Hass-Wort herangewachsen frage ich mich immer mehr

ob der Grossteil der Menschheit nebst dem „chillen“ überhaupt noch Zeit für Produktivität hat.

 

Nicht dass ich etwas gegen eine gesunde Work-Life-Balance habe, ganz im Gegenteil aber wenn ich in jeder Ecke nur noch die Aussage "chill doch mal dein Leben" höre und gleichzeitig leere Flaschen, Dosen und weiter Abfall herumliegen sehe, denke ich doch das nebst dem chillen etwas Tatendrang ganz gut wäre. Nicht nur für unsere Umwelt. 

Uns Kinder nannte man damals die No-Future-Generation. Ich sehe heute nur noch eine Chill-Generation.

 

Das einzige was meiner Meinung nach "rumchillen" sollte ist ein gutes Stück Fleisch auf dem Grill. 

Aber was genau passiert beim Garen von Fleisch?

Fleisch, das zum Braten verwendet wird, besteht im Wesentlichen aus Wasser, Fett und Proteinen. Beim Garen von Fleisch läuft ein komplizierter physikalisch-chemischer Prozess ab. Wenn Fleisch gegart wird, beginnen die Proteine ab einer Temperatur von etwa 40°C zu denaturieren. Dabei verkürzen, lockern und entknäulen sich die Muskelfasern, gleichzeitig schrumpft das Bindegewebe.

 

Werden Muskelfasern über 40°C erhitzt, beginnen die Proteine grundsätzlich zu denaturieren, der Muskel zieht sich längs der Fasern zusammen, das Fleisch wird fester und zäher, je länger erhitzt wird. Das Wasser, das zum Großteil an die Proteine gebunden ist, wird freigesetzt und gelangt, wenn das Fleisch zu lange gegart wird, an der Oberfläche, wo es verdampft. Als Folge wird das Fleisch zäh und trocken.

 

Praktisch gesehen heisst dies folgendes:

Wir besorgen uns ein Stück Fleisch vom heimischen Tier welches stets glücklich, draussen und gesund aufwachsen durfte. Mutterkuh-Haltung und BIO sollten konventionellen Methoden vorgezogen werden.

Ist das Tier langsam aufgewachsen und dessen Fleisch nach der Schlachtung mindestens 3 Wochen (am Knochen) gereift, würzen und marinieren wir vor dem Garen. 

Ab jetzt gilt: Je länger die Garzeit, umso "chilliger" wird es fürs Fleisch und den Grilleur. Die Temperatur der Hitzequelle muss lediglich höher sein als die gewünschte Kerntemperatur des Gargutes und da wir Fleisch, sprich Muskeln grillieren, nicht die Haut, müssen auch keine Poren geschlossen werden. 

 

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